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<dc:title xml:lang="de">Informationsverhalten in digitalen Bibliotheksdiensten verstehen. Erkenntnisse des spanischen Dienstes &quot;Pregunte: las bibliotecas responden&quot; (Ask a librarian, 2016–2025)</dc:title>

  
<dc:description xml:lang="de">Diese Open Educational Resource untersucht die Entwicklung des Informationsverhaltens in digitalen Bibliotheksdiensten am Beispiel des spanischen nationalen Auskunftsdienstes „Ask a Librarian&quot; (2016–2025). Basierend auf longitudinalen statistischen Berichten identifiziert die Ressource zentrale Transformationen in der Art und Weise, wie Nutzerinnen und Nutzer im öffentlichen Bibliothekskontext auf Informationen zugreifen, danach suchen und mit ihnen interagieren.

Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Verschiebung hin zu Unmittelbarkeit und digitaler Vermittlung. Seit 2018 hat sich der Chat als dominanter Kommunikationskanal etabliert, was die Präferenz der Nutzer für Echtzeitantworten gegenüber asynchronen E-Mail-Interaktionen widerspiegelt. Dennoch bleibt E-Mail für komplexe Informationsbedürfnisse relevant, insbesondere wenn Nutzer detaillierte und gut dokumentierte Antworten benötigen. Diese Doppelnutzung verdeutlicht die Entstehung eines hybriden Informationsverhaltens, das Geschwindigkeit und Tiefe innerhalb desselben Suchprozesses miteinander verbindet.

Die Zugriffsmuster bestätigen zudem einen bedeutenden technologischen Wandel. Die zunehmende Dominanz mobiler Endgeräte – die in den letzten Jahren mehr als zwei Drittel der Zugriffe ausmachten – zeigt eine Verschiebung hin zu allgegenwärtigen, mobil orientierten Informationspraktiken. Gleichzeitig haben sich Suchmaschinen zum primären Einstiegspunkt entwickelt: Mehr als 80 % der Nutzer greifen über Plattformen wie Google auf den Dienst zu. Dieser Trend spiegelt eine umfassendere Verdrängung institutioneller Websites als zentrale Zugangspunkte zu Informationen wider.

Inhaltlich konzentriert sich der Großteil der Anfragen auf die Bibliotheks- und Informationswissenschaft, insbesondere auf Bereiche wie bibliografische Unterstützung, akademische Arbeiten und berufliche Fortbildung. Dies deutet darauf hin, dass der Dienst zunehmend als spezialisiertes Unterstützungsinstrument für Studierende, Berufstätige und Kandidatinnen und Kandidaten für den öffentlichen Dienst fungiert. Das typische Nutzerprofil entspricht Erwachsenen zwischen 31 und 50 Jahren, wobei die verfügbaren demografischen Daten unvollständig bleiben.

Ein wesentlicher Beitrag dieser OER liegt in ihrer kritischen Perspektive auf die Datenlimitationen. Das Fehlen geschlechtsspezifisch aufgeschlüsselter Daten sowie fehlender Variablen wie Bildungsniveau oder sozioökonomischer Kontext schränkt die Möglichkeit ein, ein inklusives Informationsverhalten zu analysieren. Diese Lücken verweisen auf strukturelle Grenzen bei der Evaluation digitaler öffentlicher Dienstleistungen und unterstreichen die Notwendigkeit umfassenderer und gerechterer Datenerhebungspraktiken.</dc:description>

  
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<dc:creator>Stefan Dreisiebner</dc:creator>

  
<dc:creator>Thomas Mandl</dc:creator>

  
<dc:creator>Stefanie Ratzesberger</dc:creator>

  
<dc:creator>Kenza Karmil</dc:creator>

  
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